Newsletter vom 09.06.2016

NEWSLETTER / 09.06.2016

Sehr geehrte Damen und Herren

Desktop ist out, Mobile ist in. Wer heute etwas auf sich hält, programmiert nicht nur Desktop-Software sondern auch Apps. Unser Mitarbeiter Daniel Schwyter weiss hier bestens Bescheid. Michael Thoma stellt im Kommentar dann die Auswertung einer überaus wichtigen Statistik dar.

Die App Motum: Interview mit Daniel Schwyter

Sofline intra AG entwickelt eine neue App, wo es nur Gewinner geben kann. Ich wollte vom Programmierer Daniel Schwyter etwas mehr wissen.

Daniel SchwyterMichael Thoma: Du programmierst momentan an einer App namens Motum. An wen richtet sich diese?

Daniel Schwyter: Es sind zwei Gruppen, die davon profitieren, nämlich Gewerbetreibende und Kunden. Die Anbieter laden ihre Artikel oder Dienstleistungen hoch, die sie zu einem günstigen Preis zu verkaufen bereit sind. Das Ziel ist, ihnen einen Weg zu eröffnen, neue Kundschaft in ihre Geschäftslokalitäten zu bringen. So kommen die Anbieter zu neuen Kunden und die Anwender zu günstigen Angeboten.

M.T: An welche Dienstleistungen oder Artikel denkst du?

Als Beispiel: Ein Hotel stellt fest, dass die Auslastung für das kommende Wochenende noch schlecht ist und stellt einige Zimmer zu einem günstigen Preis in die App. Ein Anwender, der schon lange den Wunsch hegt, einmal dort zu übernachten, macht bei diesem Angebot mit. Ein Algorithmus berechnet dann, wer den Zuschlag bekommt.

Oder ein Sportgeschäft kann im Dezember Fussballschuhe zum halben Preis anbieten. Wenn die Gewinner des Angebots dann im Laden sind, besteht die Chance, dass diese auch andere Käufe tätigen. Die gute Bedienung dieser Kunden soll dann dazu führen, dass sie immer wieder hier einkaufen.

M.T: Besteht nicht die Gefahr, dass die Gewinner die Artikel gar nie abholen?

D.S: Ja, diese besteht. Da wollen wir mit einem Bonussystem dagegenhalten. Anwender, die die Artikel dann tatsächlich auch kaufen, sollen in diesem System eine Stufe aufsteigen.

M.T: …oder der Anwender bezahlt das Angebot online…

D.S: Dann müssten wir ein Bezahlsystem einbauen, was wir nicht wollen. Es würde das Ganze wesentlich komplizierter machen. Wir möchten so wenige Kundendaten wie möglich abspeichern.

M.T: Eine App zu programmieren war vor einigen Jahren Neuland, vieles ist inzwischen entstanden. Ist dieser Markt nicht gesättigt? Oder anders gefragt: Was ist so neu an dieser App?

D.S: Es geht ums Spiel, es ist der Reiz etwas zu gewinnen, zu den Ersten zu gehören. Der allgemeine Trend läuft ja überall Richtung Online-Einkauf. Wir wollen mit unserer Idee den Einkauf vor Ort wieder attraktiver machen.

Und für die Anbieter wird das Interesse an einem Artikel bzw. an dieser Dienstleistung messbar. Die Zugriffe zeigen, wie viele Interessenten das Angebot angeschaut haben und wie viele dieses nutzen wollten. Wenn sie hingegen ein Inserat in einer Zeitung schalten, bekommen sie nie solche Daten.

M.T: Der Anbieter bekommt neue Kunden, der Anwender günstige Angebote. Wie verdienst du als Programmierer damit Geld?

D.S: Im Konzept ist vorgesehen, dass dem Anbieter drei Mal kleine Beträge in der Grössenordnung 2-5 Franken berechnet werden: Wenn er ein Angebot hoch lädt, ein Gewinner ermittelt wird und dieser schliesslich den Gewinn einlöst. Die Gesamtkosten für den Anbieter belaufen sich somit auf ca. 10 Franken. Bei diesen Beträgen bleibt das Risiko für den Anbieter klein.

M.T: Ist die App vergleichbar mit den Angeboten von Groupon und DeinDeal?

D.S: Es geht in diese Richtung. Auf diesen Portalen kann man Angebote einfach kaufen. Bei Motum schalten wir die Angebote zu bestimmten Uhrzeiten frei. Wir wollen die Anwender damit kitzeln und dazu bringen, sich immer wieder einzuwählen. Es soll einen spielerischen Touch bekommen. Die Angebote kann man vor der Freigabe schon anschauen. Sich darum bewerben kann man aber erst zu einem definierten Zeitpunkt.

M.T: Inwiefern unterscheidet sich die App-Programmierung von z.B. Access- oder .NET-Programmierung?

D.S: Es ist ähnlich. Wir arbeiten mit einem Tool namens Xamarin, das auf C-Sharp basiert. Es ist vergleichbar mit der Programmierung einer Webseite, wo du Inhalt generierst und das Programm daraus dann ausführbare Dateien wie Adroid.exe oder Apple.exe erstellt.

M.T: Wie sieht es bezüglich verschiedenen Displaygrössen der Endgeräte aus? Müssen diese auch speziell berücksichtigt werden?

D.S: Apple ist hier sehr restriktiv: Ich muss z.B. das gleiche Bild für jede Display-Grösse einzeln hinterlegen. Das macht es sehr aufwändig. Bei den Umgebungen von Google und Microsoft ist es etwas einfacher.

M.T: Wann kann man mit der Veröffentlichung von Motum rechnen?

D.S: geplant ist Herbst 2016, spätestens vor Weihnachten.

User-Tipp: Grafik drehen in Word 2010

Word drehenUm die Wirkung von Grafiken in Word zu verbessern, kann man diese etwas drehen. In Word klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Grafik und wählen Grösse und Position. Verändern Sie den Wert unterDrehung und bestätigen Sie mit Ok. Auch Textfelder lassen sich drehen: Rechte Maustaste auf den Textfeldrand, dann auf weitere Layoutoptionen klicken und den Reiter Grösse wählen.

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Kommentar

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat im Rahmen des Projekts «die wirklich wichtigen Dinge im Leben» von den Kantonen wissen wollen, wie viele Apps die Mitarbeiter der kantonalen Verwaltungen auf ihren Smartphones haben. Hier die Antworten:

Zürich: 129.

Zug: 586.

Bern: keine Daten, die Einführung von Smartphones ist für das Jahr 2032 vorgesehen.

Wallis: noch keine Daten, sind seit dem letzten Winzerfest noch immer auf der Suche nach ihren Handys.

Basel sendet folgenden Vers: «Mir wisse nit, worum mir selle, ufem Smartphone Apps go zelle. Mir stelle eifach fescht derwyl, es sinn ganz sicher zimli viiiel.»

Nidwalden: Lässt nachfragen, was Apps sind.

Nordöstlicher Grosskanton:keine Informationen, in Bayern wird «Gestenerkennung» noch immer als «Gerstenerkennung» verstanden.

Jura: die Verwaltung meldet, dass in weiten Teilen des Kantons Ängste bezüglich der Nutzung von Smartphones bestehen. Es seien parandroide Tendenzen auszumachen.

Graubünden: Antwort nicht verständlich, das BFS hat in den rätienhaften Wörtern keinen Sinn erkennen können.

Uri: keine Daten, alle Mitarbeiter befänden sich zurzeit in einer Englisch-Weiterbildung. Erste Lernerfolge seien erkennbar:
iPhone = ich telefoniere
youtube = du Tubel
WhatsApp = Was ist eine App?

Appenzell: 112.
Dieser Kanton hat die Daten übrigens am schnellsten geliefert, was kaum verwunderlich ist, denn dort wohnen ja schliesslich die Appen-Zähler.

Michael Thoma