Newsletter vom 20.12.2012

NEWSLETTER / 20.12.2012

Sehr geehrte Damen und Herren

Für die einen spielt es eine grosse Rolle, für andere ist es eine reine Zahlenspielerei: Schnapszahlen.
Was steckt hinter diesen Zahlenkombinationen und dem damit verbundenen Aberglauben?

Viel Spass bei meinen Erklärungsversuchen.
Michael Thoma
Organisation & Marketing

Schnapszahlen und Aberglaube

Wissen Sie, was vor 8 Tagen los war? Richtig, das eine oder andere Zivilstandsamt war mehr als nur ausgebucht. Ein Tag wie der 12.12.12 motiviert Menschen mehr als andere Tage, sich das Ja-Wort zu geben. Es soll angeblich Glück bringen. Die Statistik sagt allerdings etwas anderes.

Weihnachtskarte_2013_200Die Scheidungsrate von Schnapszahl-Hochzeiten liegt im Durchschnitt aller Hochzeiten. Aber wenn das Datum schon kein statistischer Glücksbringer ist, dann ist es wenigstens ein veritabler Aufhänger und sorgt für Gesprächsstoff in der Hochzeitsgesellschaft – und überfüllte Standesämter.

Doch was ist eine Schnapszahl und woher kommt der Begriff?
Schnapszahlen sind sich wiederholende Zahlen wie z.B. 222. Im Volksmund werden auch Muster wie 12.12.12. als Schnapszahl bezeichnet. Wenn man in der Literatur nachforscht, findet man zwei Erklärungsversuche:
1. Bei Spielen spendiert der Gewinner allen Mitspielern einen Schnaps, wenn er eine vordefinierte Schnapszahl erreicht.
2. Durch übermässigen Schnapskonsum kann die Zahl 3 durchaus auch als 33 gesehen werden.

Wo nun die einen Zahlen Glück bringen sollen, bewirken andere das Gegenteil: So gibt es in gewissen Hochhäusern keine 13. Etage oder in Flugzeugen fehlt die 13. Sitzreihe. Das unglückliche Renommee verdankt die Zahl dem Umstand, dass Judas – der Verräter – beim letzten Abendmahl die 13. Person gewesen sein soll.

Schlussendlich ist es aber einfach eine Glaubensfrage – oder eine Aberglaubensfrage. Wo man in unserer rational orientierten Gesellschaft denken mag, dass Aberglaube ein Relikt aus dem Mittelalter ist, leben uns gerade junge Menschen vor, wie stark heute Aberglaube vertreten ist. Drei Grössen des Tennissports bewiesen dies schon mehrfach: Rafael Nadals Trinkflaschen müssen vor jedem Ballwechsel immer genau ausgerichtet sein, Maria Scharapowa klopft vor jedem Spiel zwei Mal mit der Hand auf ihren Oberschenkel, und Goran Ivanisevic wiederholte nach einem Sieg alles, was er am Tag zuvor gemacht hatte: Er ging mit den gleichen Leuten in die gleichen Restaurants essen und sah sich das gleiche Fernsehprogramm an.

Nun, wir von softline intra AG sind nicht besonders abergläubisch, freuen uns aber trotzdem über folgende Tatsache: Wir haben im Jahre 2012 unser 20-jähriges Bestehen mit 12 Mitarbeitern gefeiert. Und ganz zufällig ist heute der 20.12.2012.

Manche Menschen denken,
dass 13 keine gute Zahl ist.
Wir aber glauben,
dass 2013 für uns alle ein gutes Jahr wird.

Das wünschen wir Ihnen und Ihren Liebsten von Herzen.
Ihr softline intra Team

Das Interview: Heute mit Luca Lässer

Unser Lernender, Luca Lässer, hat einst beinahe die Garage seiner Eltern in Brand gesetzt, steuert selber richtige Militärflugzeuge und liebäugelt mit einem Einsatz auf einem Flugzeugträger.

Luca_20121129_thMichael Thoma: Welches waren deine Lieblingsfächer während der obligatorischen Schulzeit? War da schon eine Tendenz in Richtung Programmierlehre zu sehen?

Luca Lässer: Meine Lieblingsfächer waren Mathematik, Chemie, Geografie, eher weniger liegen mir Sprachen. Ich konnte in der Schule jedoch nie ableiten, dass ich Programmierer werden könnte.

M.T: Was war denn schliesslich ausschlaggebend, dass du diese Lehre gewählt hast?

L.L: KV hätte ich mir vorstellen können, Informatiker, Automatiker oder Elektroniker. Da mein Fernziel ist, Pilot zu werden, stand ein technischer Beruf im Vordergrund. Die Informatik ist sicher ideal im Hinblick auf die Pilotenausbildung.

M.T: Bist du ein Bastler, nimmst du Zuhause Velos auseinander?

L.L: Ich bastle schon, aber nur was mit Aviatik zu tun hat. Lange Zeit habe ich Flugzeugmodelle zusammengebaut, bis eines Tages unsere Garage fast abgebrannt wäre…

M.T: …du hast also mit Treibstoffen experimentiert.

L.L: Nein, die Kombination eines heissen Drahtes mit einem in Nitroglycerin getränkten Lappen im Abfalleimer hat schliesslich zu Rauchentwicklung und einer geschwärzten Garage geführt.

M.T: Aviatik ist bei dir ein grosses Thema. Bist du erblich vorbelastet?

L.L: Ja, mein Vater war Militärpilot. Seit ich denken kann, wünsche ich mir, Pilot zu werden. Meine Mutter arbeitete als Stewardess, so gesehen sind wir schon eng mit der Aviatik verbunden.

M.T: Du bist bereits im Auswahlverfahren für die Pilotenausbildung. Wann beginnt dieses? Was beinhaltet es?

L.L: Zwischen 17 und 21 kann man sich zu den Tests anmelden. Diese umfassen Englisch, Mathematik und einen Fragebogen zu deiner Persönlichkeit. Auch das räumliche Vorstellungsvermögen wird getestet, indem man z.B. erkennen muss, wie ein einseitig angemalter Würfel nach bestimmten Umdrehungen zu liegen kommt.

M.T: Kannst du dich vorbereiten? Oder kann jeder sich anmelden und den Test mal versuchen?

L.L: Es gibt Leute, die das einfach versuchen. Denen ist es aber auch eher egal, wenn sie ihn nicht bestehen. Man kann jedoch Unterlagen verlangen und auf den Test hin lernen und üben.

M.T: Was folgt nach dem Bestehen des Tests?

L.L: Dann folgen zwei Wochen Flugtraining. Einen Monat vor Beginn bekommt man Unterlagen, die man auswendig lernen muss. Da geht´s ums Kennenlernen der Instrumente und Aviatik. Dann rückt man ein und absolviert einen Eintrittstest, der schon ziemlich grossen Einfluss auf deine Bewertung hat.

M.T: Was ist dein Ziel, zivile oder militärische Luftfahrt?

L.L: Mein Traumziel ist schon Militärpilot. Falls ich die Ausbildung schaffe, bin ich 28 Jahre alt und danach verpflichtet, 10 Jahre als Militärpilot zu arbeiten. Dann würde ich nicht mehr in die Zivilluftfahrt wechseln.

M.T: Was ist die Motivation, Militärmaschinen und nicht Grossraumflugzeuge zu fliegen?

L.L: Bei zivilen Flugzeugen steuert man beim Start und bei der Landung, dazwischen wird der Autopilot eingesetzt. Bei Militärmaschinen muss man noch viel mehr selber machen, es ist spannender.

M.T: Nun kann es ja sein, dass du im Ernstfall den Auftrag bekommst, Luftraum zu verteidigen und evtl. Gewalt anzuwenden. Ist dir das bewusst?

L.L: Das ist mir bewusst. Ich würde ein Angebot, Einsatz in einem Krisengebiet zu leisten, gerne annehmen. Ein riesiger Traum wäre, im Rahmen eines Austauschprogramms für ein Jahr auf einem amerikanischen Flugzeugträger zu arbeiten.

M.T: Wie viel Ahnung hat ein Militärpilot von der Mechanik/Elektronik seines Flugzeugs? Nimmt er in der Ausbildung auch mal einen Schraubenzieher in die Hand?

L.L: Nein, dafür sind die Flieger zu komplex. Damit beschäftigen sich die Flugzeugmechaniker. Wir wissen zwar, wie ein Flugzeug funktioniert, aber mechanisch arbeiten wir nicht daran.

M.T: Zurück zur Informatik. Inwiefern ist das, was du in der Schule lernst, im Arbeitsalltag einsetzbar? Lernt ihr praxisorientiert?

L.L: Im zweiten Lehrjahr wird es in der Schule sehr java-lastig. Hier im Geschäft brauchen wir Java aber nicht. Jedoch kann ich viel SQL-Wissen und Knowhow im Bereich Webprogrammierung von der Schule hierher ins Geschäft mitnehmen.

M.T: Programmieren beinhaltet ja ein sehr weites Feld an Sprachen und Tätigkeitsfeldern. Was zieht dich besonders an?

L.L: Das sind schon Datenbanken, genau das, was wir hier vor allem machen.

User-Tipp: Tabulatoren in Word

Newsletter_Tabulator_20121101In Word kann man Tabulatoren – auch Tabstopps genannt – für jede Zeile einzeln frei setzen. Links über der linken Ecke des Papiers wird standardmässig der Tabstopp links angezeigt. Mit Klicks auf das Icon kann man zu Tabstopp Mitte, Tabstopp rechts etc wechseln. Mit einem Klick auf das Lineal über dem Papier setzen Sie nun den vorgewählten Tabstopp. Um einen Tabstopp zu löschen, fassen Sie ihn mit der Maus an und ziehen ihn aus dem Lineal hinaus. Die Tabstopps lassen sich vorerst nur auf den auf dem Lineal angezeichneten Positionen setzen. Falls Sie einen Tabstopp genauer positionieren wollen, drücken und halten Sie die Alt-Taste und ziehen am Tabulator. Nun ist Zehntelmillimeter genaues Positionieren möglich, als Hilfe werden die Abstände eingeblendet.

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© softline intra AG, 8610 Uster, 2012

Kommentar

Es muss wohl ein besonders schönes Gefühl sein, sich an einem Tag wie dem 12.12.12. das Ja-Wort zu geben.
Die Freude beginnt ja schon bei der Planung: Das Standesamt bietet nur Zeitfensterchen, besser gesagt: Gucklöcher, noch besser: Türspione.
20 Minuten pro Trauung. Doch es muss genau dieser Tag sein.

Dann am Schnaps-Datum:
Die Stühle im Trauzimmer werden den ganzen Tag von Heiratswilligen und ihrem Gefolge dauererwärmt.
Ein Betrieb wie beim Arzt: Empfang der Patienten, Diagnose klar, lebenslang verbunden und beringt, schnell schnell Schwiegermutteraugen getrocknet, alle glücklich, danke, adieu, die Nächsten bitte. Von Amtes wegen im Turbo in den Stand der Ehe gehoben, besser gesagt: geschoben, noch besser: gejagt.

All jenen, die glauben, dass dieses Schnaps-Datum Glück bringt, sei gesagt:
Unser 12.12.12. ist im jüdischen Kalender der 28. Kislew 5773, im islamischen der 28. Muharram 1434 und im altägyptischen Kalender der 27. Pharmuti, 4. Monat des Winters. Nimmt einem den Spass, besser: saublöd, noch besser: grosses Spielverderben.

Doch sind diese Betrachtungen ja nur noch theoretischer Natur, denn ab Morgen ist so wie so alles egal. Das Volk der Mayas hat unser Dilemma schon vor tausenden von Jahren vorausgesehen und den heutigen Tag als den letzten erklärt. Machen wir uns also keine Sorgen mehr, feiern an diesem Abend, wie wenn es der letzte wäre und kümmern uns um Wichtigeres als lustige Zahlen. Besser gesagt: konzentrieren uns auf das Wesentliche, noch besser:
Wir ehelichen unsere Angebetete noch heute Abend.

Michael Thoma