Newsletter vom 14.06.2018

NEWSLETTER / 14.06.2018

Sehr geehrte Damen und Herren

Computer sind gross und teuer – so die landläufige Meinung. Dass es auch klein und günstig geht, beweist Raspberry Pi. Lesen Sie in diesem Newsletter, worum es sich handelt und was man damit alles anstellen kann.

Raspberry Pi

Umfangreich sind die Einsatzmöglichkeiten, und riesig ist die Community, die sich den Winzlingen unter den Computern widmet. Seine kompakte Bauweise und die sehr günstigen Anschaffungskosten haben für eine rasante und weite Verbreitung des Einplatinencomputers gesorgt. Beim sparsamen Tüftler und kreativen Entdecker wird damit der Basteltrieb angestossen.

Entstehung
Auslöser für die Entwicklung war das sinkende Interesse am Informatikstudium an der Universität Cambridge und die immer bescheideneren Kenntnisse seiner Studienanfänger. Mit erschwinglichen Preisen wollte man einer grösseren Anzahl Heranwachsenden die Möglichkeit bieten, sich das Programmieren selber beizubringen. Die ersten Geräte kamen im Jahre 2012 auf den Markt, laufend erscheinen Weiterentwicklungen. Verantwortlich dafür sind die zwei englischen Organisationen Raspberry Pi Foundation und Raspberry Pi Trading.

Aufbau
Die aktuellsten Geräte hören auf den Namen Raspberry Pi 3 Model B+ und bringt schon Einiges mit: USB, LAN, WLAN, Bluetooth, HDMI- und AV-Ausgang, micro-USB-Anschluss. Was fehlt ist ein Anschluss für eine herkömmliche Festplatte. Hier dient als Startmedium eine Speicherkarte im microSD-Kartenleser. Die gesamte Platine hat die Grösse einer Kreditkarte.

Einsatzgebiete
Der Reiz besteht darin, sich ein Gerät für einen Zweck zu bauen, für den es nur teure Fertiglösungen gibt, die zudem in ihrem Funktionsumfang nicht ausreichend oder unflexibel sind. Der passionierte Bastler mit Grundkenntnissen in Elektronik und Programmierung findet hier ein Betätigungsfeld zur Herstellung von diversen Geräten: Mediacenter, Türspion-Überwachungsgerät, Internetradio, etc. In der Meisterklasse findet man dann autonom schwimmende Fisch-Roboter, mobile Teekannen-Roboter aus dem 3D-Drucker oder über Tweet ansteuerbare Kaffeemaschinen. Auf dem Internet findet man unzählige Zusatzgeräte und reichlich Bauanleitungen.

Ein weiterer Vorteil ist sein sehr geringer Platz- und Strombedarf. Die kleine Bauweise erlaubt es, Geräte an Orten mit sehr beschränktem Platzangebot einzusetzen. Dank geringem Stromverbrauch reicht ein Powerpack aus, um das Gerät über längere Zeit zu betreiben. Die jährlichen Stromkosten belaufen sich unter Volllast je nach Tarif in der Grössenordnung 10 CHF/Jahr. Mit Power over Ethernet ist sogar die Stromversorgung über ein Netzwerkkabel möglich.

Michael Thoma

Projekt Raspi: Interview mit Daniel Schwyter

Unser Mitarbeiter hat sich schon vor einiger Zeit ins Thema Raspberry Pi vertieft und weiss Einiges davon zu berichten.

Michael Thoma: Du beschäftigst dich schon länger mit Raspberry Pi. Was war die Motivation, dich mit dem Thema auseinanderzusetzen?
 
Daniel Schwyter: Unser Geschäftsführer, Kurt Bleisch, und ich wurden fast gleichzeitig auf das Thema aufmerksam, weil wir verschiedene Artikel dazu in Zeitschriften fanden. Für uns ist es sehr spannend zu erfahren, wie man Software mit Hardware verbindet. Bisher sind wir ja reiner Software-Hersteller. Uns interessiert aber, wie man durch das Drücken eines Buttons in einer Software z.B. ein Lämpchen zum Brennen bringt.
 
M.T: Damit lässt sich jedoch noch kein Geld verdienen.
 
D.S: Wir sind jetzt am Sammeln von Knowhow, damit wir vorbereitet sind, wenn eine solche Anforderung an uns gestellt wird.
 
M.T: Wie sehen denn konkrete, alltagstaugliche Beispiele aus?
 
D.S: In Italien gibt es ein Projekt, das sich dem Schutz vor Überlastung des Stromnetzes in Gebäuden annimmt. Es gibt dort viele Häuser, wo die Absicherung zu wenig hoch ist. Wenn gleichzeitig zu viele Geräte Strom brauchen, kann dies dazu führen, dass Sicherungen rausfliegen.

Nun gibt es Stecker, die man zwischen Stromquelle und Verbraucher platziert. Diese können über einen PC gesteuert werden. Im PC wird definiert, wann über welche Steckdose Strom fliessen darf. So kann z.B. verhindert werden, dass Tumbler und Geschirrspüler gleichzeitig laufen. Der PC dient hier als Zeitschaltuhr.

Ein weiteres Einsatzgebiet, das schon weit verbreitet ist, sind Personenwaagen: Diese übertragen die gemessenen Werte direkt zum PC. Heute gilt generell: Dinge, in denen Elektronik drinsteckt, lassen sich gut verkaufen.

Man spricht auch vom Internet der Dinge, englisch Internet of things (IoT), wo es immer darum geht, Dinge übers Internet steuern zu können.

M.T: Welche Voraussetzungen muss jemand mitbringen, der sich so ein Gerät bauen möchte?

D.S: Wer etwas von Programmierung versteht und Grundwissen in Elektronik besitzt, hat eine gute Basis. Man muss verstehen, warum welche Teile miteinander verbunden werden und weshalb es wo welchen Widerstand braucht.

M.T: Gab es auch Frustphasen in diesem Projekt?

D.S: Nein, bisher ging alles problemlos. Zum Programmieren gibt es grafische Oberflächen, was es einem einfach macht.

User-Tipp: Oberste Zeile in Excel fixieren

In grossen Excel-Dokumenten ist es störend, wenn die Spaltenüberschriften in Zeile 1 beim Nach-unten-Scrollen verschwinden. Excel bietet hier mit der Funktion Oberste Zeile fixieren Hilfe an.

 

  • Klicken Sie auf das Menü Ansicht.
  • Unter Fenster finden Sie dann Fenster fixieren.
  • Klicken Sie darauf und wählen Sie Oberste Zeile fixieren.

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Kommentar

Nein, Lars ist nicht auf diese Welt gekommen, um wie viele seiner Kollegen chillenderweise den überaus gemütlichen Faultieren den Rang abzulaufen. Nein, den Fünfzehnjährigen gelüstet es eher, sich und seine Umgebung mit smarten Annehmlichkeiten zu beglücken. Was sich nicht gerade als fremdsteuerungsresistent herausstellt – der dreijährige Kater Carlos gehört definitiv zu dieser Gattung – wird behände smart umgebaut. Da lässt sich allerhand Lustiges programmieren.

Ältere Schwestern haben es schwer, kleinere Brüder auch. Lars lässt seiner Fantasie freien Lauf und baut den Rasensprenger so um, dass beim Tippen auf den entsprechenden Button in der App namens Mensch ärgere dich der Wasserstrahl zielgenau auf die sonnenbadende Schwester gelenkt werden kann. Dank druckempfindlicher Smartphone-Oberfläche lässt sich die Wassermenge und durch Drehung des Handys die Richtung steuern. Fazit: Praktisch!

Kleine Schwestern nerven genauso. Sie bäckt fürs Leben gerne Kuchen, überlässt ihrem grösseren Bruder jedoch nur selten ein Stück. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Kaum ist der Kuchen im Ofen, heizt dieser unerwartet auf 270 Grad auf, und die Backofentür wird für 75 Minuten verriegelt. Der Backofen ist smart, der Kuchen etwas weniger. Die App dazu heisst CoalTheCake. Einschätzung: Äusserst praktisch!

Oma ist sehr liebenswürdig und als Neck-Objekt geradezu prädestiniert. Sie ist geistig total fit. Nur fragt man sich, weshalb sie gelegentlich in ihren Kleiderschränken wühlt und behauptet, sie höre fremde Stimmen. Lars erklärt: Über einen in ihr Hörgerät eingebauten Lautsprecher wird ihr weiss gemacht, dass sie doch vor vielen Jahren Notgroschen in Form von Tausendernoten in ihren Kästen versteckt habe. Und diese müsste sie doch noch finden. Prognose: Für sie praktisch unmöglich! Aber etwas Bewegung tut Oma gut. App: MoveTheGrufti

Auch Opa kommt nicht ungeschoren davon. Er ist begeisterter Velofahrer. Mit seinem Strom-Drahtesel ist er täglich in der Stadt unterwegs. Heute zeigt sich dort jedoch ein besonderes Bild: Die Fussgänger in der Tempo-20-Zone fliehen auf alle Seiten, weil Opa mit 40km/h ums Edison-Denkmal kurvt und nur darauf wartet, bis die Batterie endlich leer ist. Als Zähler dient ein Radarkasten, der bei jeder Umrundung ein Foto schiesst. Aktueller Stand: 239. App: BusyDizzy. Fun-Faktor: für uns praktisch unbezahlbar!