Newsletter vom 17.11.2011

NEWSLETTER / 17.11.2011

Sehr geehrte Damen und Herren

Es gibt Dinge, die unseren Computer-Arbeitsalltag erleichtern, z.B. Microsoft Sharepoint. Es gibt Dinge, die das Leben zu Hause erleichtern, z.B. wenn alle Dinge am gewohnten Platz stehen. Und es gibt Dinge, wo man vom Gewohnten Abschied nehmen muss, z.B. bei Word 2010.

Ich wünsche Ihnen wie gewohnt viel Spass bei unserem Newsletter.
Kurt Bleisch

Sharepoint

Waren es zu Beginn des Internetzeitalters vor allem Private, die der grossen weiten Welt vornehmlich Texte und Fotos zeigten, sind es seit vielen Jahren auch Firmen, die mit unzähligen Anwendungen den Arbeitsalltag flexibler gestalten. So können Mitarbeiter über einen Browser von jeder Ecke dieser Welt aus z.B. ihre Arbeitszeit erfassen, Termine festlegen oder auf Arbeitsunterlagen zugreifen.

Mit Sharepoint bietet Microsoft ein Portal, auf dem solche Anwendungen zentral im Browser zur Verfügung stehen. So lassen sich recht einfach Internet- oder Intranetlösungen bauen, die weit über das hinausgehen, was einfache Webseiten-Gestaltungsprogramme liefern. Sharepoint begünstigt die firmeninterne Knowhow-Bewirtschaftung, Kontaktaufnahme und das Auffinden von Informationen. Im Hintergrund arbeitet eine SQL-Datenbank, wo man Daten speichern, verarbeiten und auswerten kann.

Microsoft bietet zwei Sharepoint-Varianten an: Im kostenpflichtigen MOSS (Microsoft Office Sharepoint Server) können Inhalte durch Office-Programme angezeigt und ausgewertet werden. In der WSS-Version (Windows Sharepoint Server) fehlt diese Option, dafür ist sie kostenlos.

Mit den Grundfunktionalitäten von Sharepoint kann man Daten eingeben und als gesamte Liste anzeigen. Um jedoch Daten zu filtern sind sogenannte Webparts nötig. Diese erweitern Sharepoint mit diversen Funktionalitäten. So lässt sich z.B. ein Ferienplan gestalten, wo die Ferienwochen für jeden Mitarbeiter eingegeben und für alle anderen übersichtlich dargestellt werden. Die Filter werden so eingesetzt, dass die Daten für jeden einzelnen Mitarbeiter und auf bestimmte Wochen eingegrenzt werden.

Bei Microsoft kann man aus einer grossen Sammlung von fertigen Programmteilen auswählen, die man downloaden und in die eigene Sharepoint-Umgebung integrieren kann. Diese Pakete sind sehr praktisch, allerdings lassen sie sich nicht verändern.

Wir von softline-intra AG arbeiten selber mit Sharepoint und betreuen Kunden, die es einsetzen. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv. Bei der Evaluation muss allerdings beachtet werden, welche Anforderungen an die zukünftige Lösung gestellt werden. Sharepoint hat eine umfassendere, strategische Ausrichtung, Access wird eher für punktuelle Aufgaben eingesetzt.

Auf jeden Fall hat man mit Sharepoint ein Werkzeug, mit dem man rasch auf sich ändernde Anforderungen seitens der Firma reagieren kann und mit der breiten Palette von Webparts eine Fülle von Helfern bekommt.

Falls Sie das Thema näher interessiert, können Sie mich über peter.spoerli@softline-intra.ch oder 044 942 50 60 erreichen.

Peter Spoerli
Applikationsentwickler

Das Interview: Heute mit Patricia Rigoni

Patricia Rigoni kennt Word aus der Zeit, als es noch mehr Schreibmaschinen als Computer gab, und sie arbeitet nicht nur bei uns selbständig.

Michael Thoma: Du arbeitest nun seit zwei Jahren bei der SLI AG. Wie bist du in unsere Firma gekommen?

Patricia Rigoni: Bei einem meiner Kunden, für welchen ich Benutzerhandbücher erstelle, habe ich den Geschäftsführer der SLI AG, Kurt Bleisch, kennengelernt. Er sah dort meine Arbeit und fragte mich, ob ich Interesse an einem Job hätte.

M.T: Warst du demnach vorher selbständig?

P.R: Das bin ich heute noch. Ich darf diese selbständige Arbeit nebst der Anstellung in der SLI AG behalten.

M.T: Dann hast du bisher tagtäglich Benutzerhandbücher geschrieben?

P.R: Nein, dies ist nur ein kleiner Teilbereich. Ich erstelle auch Websites, Office-Vorlagen oder für Office-Schulungen individuelle Unterlagen. Oft werde ich als Schnittstelle zwischen IT-Abteilung und Mitarbeiter eingesetzt.

Bei meinem allerersten Auftrag für eine kleine Firma musste ich Wordvorlagen erstellen. Zuerst stufte der Auftraggeber die Kosten als recht hoch ein. Zwei Monate nach Fertigstellung teilte er mir mit, dass die Kosten für die Vorlagen durch Arbeitszeiteinsparungen bei den Mitarbeitern bereits egalisiert seien.

M.T: Du bist in unserer Firma u.a. Anlaufstelle für Word-Fragen. Seit wann kennst du Word?

P.R: Seit 1989, der ersten Version mit grafischer Benutzeroberfläche. Es war die Zeit, als die Schreibmaschine durch den Computer ersetzt wurde. Ich schrieb Protokolle und erledigte zuhause Aufträge für eine Bank. So eignete ich mir den Umgang mit Word von der Pieke auf an.

M.T: Du hast also alle Generationen von Word erlebt. Kann man sagen, dass der Schritt von Word 2003 zu Word 2007 der grösste war?

P.R: Absolut. Ich begleite noch heute Umstellungen in Firmen. Die Glücklichsten sind jene Mitarbeiter, die gleich am Morgen als erste den Kurs besuchen können. Teilnehmer von später angesetzten Schulungen sind oft der Verzweiflung nah.

Bis man sich in Word 2007 zurecht findet, braucht es einige Zeit. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, kann man fast nicht mehr zurück. Es ist einfacher zu bedienen als seine Vorgänger.

M.T: Weshalb hat Microsoft diesen grossen Schritt gemacht?

P.R: Microsoft musste einen Schritt in Richtung Benutzerfreundlichkeit machen. Ob das gelungen ist, bleibt dahingestellt.

M.T: Wie kamst du denn damals dazu, Schulungen zu erteilen?

P.R: Ich war Teilnehmer an einer Excel-Schulung meines damaligen Arbeitgebers, die katastrophal war. Die Themen haben voll am Ziel vorbeigeschossen. Damals wurden individuelle Schulungen nicht angeboten. Diese Marktlücke habe ich dann für mich entdeckt.

M.T: Und seither führst du regelmässig selber Schulungen durch.

P.R: Der Aufwand für individuelle Schulungen ist enorm, grundsätzlich lehne ich heute Anfragen ab.

M.T: Du bist also nach langer Selbständigkeit wieder in einem Anstellungsverhältnis. Was sind so deine ersten Eindrücke hier?

P.R: Ich schätze im Vergleich zur Selbständigkeit die fixen Strukturen. Ich arbeite an zwei bis drei Wochentagen in einem Team. Ich spüre, dass die Leute hier Verantwortung für ihre Arbeit und die Firma übernehmen.

M.T: Du hast zwei erwachsene Kinder. Welches ist rückblickend die schwierigste bzw. die schönste Zeit mit deinen Kindern.

P.R: Schwer zu sagen. Ich denke, die Zeit bis zum Kindergarten ist anstrengend aber auch unvergesslich schön. Aus meiner Optik liegt dort der grösste Teil der Erziehung. Heute geniesse ich meine erwachsenen Söhne.

Die Aussage vieler Eltern, die Pubertät sei eine sehr schwierige Zeit, kann ich nicht bestätigen. Ich hatte bei beiden Söhnen während diesen Jahren keine Probleme. Dadurch dass sie in ihrer Kindheit klare Regeln mitbekommen haben, ist ihnen der Übertritt ins Erwachsenenalter wohl etwas einfacher gefallen.

 

User-Tipp: Grafiken ausrichten

Falls Sie in Word 2010 mehrere Grafiken auf einer Linie ausrichten wollen, gibt es dafür eine praktische Hilfe. Selektieren Sie alle Grafiken, die Sie ausrichten möchten, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten und der Reihe nach die Grafiken anklicken. Wechseln Sie dann ins Menü Seitenlayout und klicken Sie in der Rubrik Anordnen auf Ausrichten. Aktivieren Sie zuerst den Eintrag Ausgewählte Objekte ausrichten…, klicken dann nochmals auf Ausrichten und anschliessend z.B. auf Linksbündig. Alle selektierten Grafiken werden nun so weit nach links geschoben, dass sie mit jener am weitesten links stehenden Grafik auf einer Linie stehen.

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Kommentar

6.10 Uhr, der Griff zum Wecker landet zielstrebig NEBEN dem nervig-lauten Schlafzerstörer, normalerweise steht dieser auf meinem Nachttischchen… ach ja, er musste gestern dem Katzenkörbli weichen – und schon ist mir eine 10-spurige Kratzspur auf dem Handrücken sicher. Ein neuer Tag kann beginnen.

Mein männlich-fokussierter Blick in den Spiegelschrank meldet: Haarbürste nicht an der gewohnten Stelle. Ich arbeite heute ja zu Hause, also lassen wir das Vogelnest auf meinem Kopf und kümmern uns um das leibliche Wohl.

In Ermangelung eines weiblich-umsichtigen Blicks springt mir der offensichtlich nicht gut gesonnene Staubsauger zwischen die Füsse. Normalerweise gehört der ja nicht auf den Weg zwischen Bad und Küche, der gehört in den Schrank! Normalerweise.

Mit der Sicherheit eines Schlafwandlers öffne ich den Kühlschrank – na bravo, wenigstens dieser ist noch am selben Ort -, packe die Tetra Brik in der Tür und giesse Flüssiges in die heisse Pfanne. Mein männlich-zielgerichteter Blick verrät mir, dass die Milch heute gelb ist. Der zweite Blick verrät: In der Pfanne schwimmt O-Saft anstatt Kuhsaft. Mein Protest gilt mir selber: An dieser Stelle im Kühlschrank steht normalerweise die Milch!
Aber eben, normalerweise.

Ich widme mich der Arbeit.
Es begrüsst mich zum allerersten Mal Word 2010.
Ich grüsse zurück und bin verblüfft. Nichts, aber auch gar nichts ist an jener Stelle, wo es in Word 2003 war. Der Tag geht also so weiter, wie er begonnen hatte: Die Dinge stehen nicht am gewohnten Platz – das wird jetzt sofort geändert!

Die Katze fliegt vom Nachttischchen, die Bürste nimmt wieder im Spiegelschrank Platz, der Staubsauger rollt sich im Putzschrank ein, die Milch schaukelt ab sofort wieder in der Kühlschranktüre hin und her und bei Word… werde ich mich wohl vom Gewohnten verabschieden müssen.
Wie schon bei der Fotobearbeitung, der Buchhaltung und beim Webgestaltungsprogramm.
Ist ja ganz gut so, Word 2010 schmeckt wenigstens besser als heisser O-Saft. Normalerweise.

Michael Thoma