Newsletter vom 18.12.2009

NEWSLETTER / 18.12.2009

Sehr geehrte Damen und Herren

Was jedes noch so ruhige Kind zum Zappelphilipp macht, steht in unserem heutigen Artikel «Weihnachtszeit – Zeit der Wünsche». Und was einen Erwachsenen dazu bringt, nicht ins Büro sondern mit dem Göttibueb Schlitten zu fahren, geht aus dem Kommentar von Michael Thoma hervor.

Weihnachtszeit – Zeit der Wünsche

Das Bild der Samichlausmütze unten mit der Aufschrift «unser Team wünscht…» offenbart es: Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Wünsche. Fragt sich nur: Wer wünscht wem was? Oder wer wünscht sich was?

Was hat uns als Kinder mehr vor Neugierde platzen lassen als der bevorstehende Gschenklisegen!
Ein ruhiges Dasitzen am Weihnachtsabend angesichts der farbigen Päcklipracht in Griffnähe war undenkbar. Jeder Essensgang vor dem Countdown verkam zum zusätzlichen Geduldsakt, von Geniessen keine Spur.

Und dann die letzten Sekunden vor dem Päckli-Auspack-Formel-1-Start: Die Beine waren zappelig, die Füsse spielten mit dem Gaspedal, die elterliche Verkehrsampel wechselte auf Grün und mit quietschenden Reifen ging´s ans systematische Zerfleddern der liebevoll gestalteten Geschenkverpackungen.

Und endlich lüfteten sich die mit fast unerträglicher Neugierde erwarteten Geheimnisse – und Kinderaugen begannen zu leuchten. Diese Momente gehörten mitunter zu den glücklichsten in meinem noch jungen Leben.

Und was macht im späteren Leben uns Erwachsene glücklich? Der Zauber des Materiellen weicht anderen Wünschen. Immaterielles wie Gesundheit, gute Freundschaften und soziale Sicherheit treten an die Stelle von Lego, PS3 & Co. Wo sich Kinderherzen mit einfachen Mitteln erfreuen lassen, spielen sich unsere Erwachsenenwünsche in anderen Dimensionen ab und werden in jedem Jahr neu erfüllt, in dem wir das Leben mit unseren Familien und Freunden gesund und sicher geniessen können.

Erstaunlich erwachsen waren die Wünsche, die kürzlich Jugendliche an ihrer Konfirmationsfeier äusserten: Auffallend häufig stand die spätere Gründung einer Familie auf dem Wunschzettel. Erstaunlich und schön zugleich, dass diese jungen Menschen von 15 Jahren sich mehr zu familiären Grundwerten als zu einem Leben in üppiger Konsumgesellschaft hingezogen fühlen.

Manchmal sind unsere Wünsche ja auch ganz einfach:
z.B. weisse Weihnachten. Wo es auf jeder Weihnachtskarte munter auf uns schneeflöckelt und dem Samichlaus eine leicht gezuckerte Mütze beschert, spricht die Statistik eine ganz andere Sprache: In Zürich lag über die letzten 77 Jahre gemessen nur an 26% der Jahre an allen drei Weihnachtstagen mindestens 1 cm Schnee.

In den Witterungsaufzeichnungen der Jahre 1911 bis 1914 aus dem Kanton Luzern findet man folgende Bemerkung: «Echte Winterkälte und Schneeherrschaft sind dem Christmonat seit einigen Jahren fast unbekannte Dinge geworden. Kein Weihnachtsgedicht, das von Kälte, Schnee und Eis redet, wollte mehr passen…» So gesehen sind schneelose Weihnachten kein Schnee von gestern.

Um auf die eingangs erwähnte Weihnachtskarte zurückzukommen:

Unser Team wünscht sich…
• weisse Weihnachten
• einen nicht allzu strengen Samichlaus
• feine Wiehnachtsguetzli
und vor allem: eine erholsame Zeit mit den Liebsten.

Das wünsche ich Ihnen, lieber Leser, auch.

Kurt Bleisch

Ihr softline intra Team

Das Interview: Heute mit Roger Mächler

Roger Mächler hat sich das erste Programmier-Know-how in Los Angeles geholt, er kann zweifelsfrei Seifenkisten von richtigen Autos unterscheiden und weiss, woher sein Sohn die Redseeligkeit hat.

Michael Thoma: Du warst früher Automechaniker, heute drehst du an Daten rum. Hatte da der Handwerker genug von öligen Händen und ist ins Lager der Datenmechaniker gerutscht?

Roger Mächler: Es war damals ein finanzieller Entscheid. Obwohl Automechaniker mein Traumberuf war, habe ich nur 1 1/2 Jahre auf dem Beruf gearbeitet.

M.T: Welches sind denn die Seiten, die diesen Beruf zum Traumberuf machten?

R.M: Damals waren die Autos, die aus der Produktion kamen, noch nicht «fertig» im Sinne der Entwicklung. Und wir in der Garage hatten die Chance, Lösungen zu finden. Heute gehen Autos kaputt, weil unsauber gearbeitet wurde. Früher wusste man im Automobilbau zum Teil noch gar nicht, wie man etwas lösen wollte.

Wir hatten so quasi als Pioniere die Chance, Lösungen zu finden und diese anschliessend den Herstellern zurück zu spielen. Das machte den Job des Automechanikers interessant.

M.T: Hast du nach dem Automech bewusst eine ganz andere Richtung eingeschlagen?

R.M: Nachdem ich als Automechaniker immer in KMU gearbeitet hatte, wollte ich auch grössere Firmen kennen lernen. Der Wechsel durch verschiedene Firmen und Abteilungen zeigte mir den Weg.

Einer dieser Jobs bestand darin, mit einem Team Tiefdruckmaschinen auseinander zu nehmen, revidieren und an einem neuen Ort wieder aufzubauen. Dieser Job, gefiel mir sehr, obwohl er weniger anspruchsvoll war als die Arbeit als Automechaniker.

M.T: Wie kamst du denn ins Computerbusiness?

R.M: Mein erstes Know-how habe ich mir in einer relais-gesteuerten Anlage in der Nähe von Los Angeles geholt. Innerhalb von 3 Wochen habe ich das Schema durchgearbeitet um zu verstehen, was passiert, wenn ich z.B. Knopf A drücke.

Dann habe ich mit einem Kollegen zusammen ein neues Produkt programmiert. In diesem Zusammenhang entschloss ich mich dann, mir mehr Wissen in diesem Bereich anzueignen und habe dann den Kurs als Supporter besucht und abgeschlossen.

M.T: Hast du dir Access als Programmiertool ausgesucht oder hatte man als Access-Programmierer einfach mehr und bessere Jobs zur Auswahl?

R.M: Es gab Programmierumgebungen, die gaben Bauchweh, wenn man sie einfach nur anschaute! Access hingegen bot eine «Bastelumgebung», eine Umgebung also, wo du etwas aufbauen konntest, ohne wirklich programmieren zu können. Ein Kollege zeigte mir dann, wie man Code schreibt. Darauf kaufte ich mir Bücher und holte mir so das Know-how.

M.T: Du nennst im Zusammenhang mit Access den Begriff «Basteln». Meinst du dies in seinem eher abwertenden Sinn?

R.M: Sagen wir es so: Du kannst mit einfachen Mitteln und Materialien eine Seifenkisten zusammenbasteln. Falls du aber ein richtiges Auto bauen willst, planst du zuerst einmal eine Weile, klärst ab, welche Materialien einsetzbar sind und wie du sie verbindest.

Die Seifenkiste bringt auch ein Nicht-Programmierer in Access zustande, für das richtige Auto braucht´s hingegen den Programmierer.

M.T: Hast du als Quereinsteiger gegenüber deinen ausgebildeten KollegInnen keine Minderwertigkeitsgefühle?

R.M: Wer eine Ausbildung in einem Beruf macht, hat einen Grundstock. Es wäre gelogen zu sagen, man könne all dies nachholen. Als Quereinsteiger lerne ich im daily business, das 1×1 hingegen fehlt.

Das logische Vorgehen innerhalb der Programmierung und die Analyse bei Fehlern, dies sind hingegen Stärken, die ich vom Automechaniker mitgenommen habe.

M.T: Bekommt man auf der Suche nach einem neuen Job zu spüren, dass man «nur» Quereinsteiger ist?

R.M: Ich kann nur sagen, wie ich es hier erlebt habe: Da muss einerseits der Wille da sein, rein zu beissen und in dieser Programmierumgebung zu arbeiten. Andererseits ist jenes Know-how, das nicht mit Programmieren zu tun hat, ebenso wertvoll für die Firma.

M.T: Wie sieht dein Ausgleich zum kopflastigen Programmieren aus?

R.M: Beim Töfffahren musst du dich 100-prozentig aufs Fahren konzentrieren. Es liegt nicht drin, gleichzeitig an etwas anderes zu denken. Bei anderen Hobbies wie z.B. Modellschiffbau kannst du gleichzeitig Gedanken schweifen lassen.

Töfffahren ist volle Konzentration, nach der Heimfahrt ist mein Kopf refreshed.

M.T: Du hast zwei Kinder im jugendlichen Alter. Haben diese dein Automech- und Programmier-Gen geerbt?

R.M: (lacht) Also mein Junior hat mal ganz bestimmt meine Redseligkeit. Und was ich ihm beigebracht habe, kann er auch sehr gut gegen mich verwenden.

 

User-Tipp: Drucken aus dem Explorer

Ein Dokument kann sehr einfach direkt aus dem Explorer gedruckt werden. Dabei müssen Sie nicht einmal das entsprechende Programm starten. Klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Icon des zu druckenden Dokuments. Wählen Sie im nun sich öffnenden Kontextmenü mit der linken Maustaste Drucken. Windows öffnet selbständig das entsprechende Programm, schickt das Dokument an den Standarddrucker und schliesst das Programm auch wieder.

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Kommentar

Schnee ist in erster Linie unpraktisch – für uns Erwachsene.

Wenn am Morgen der erste scheue Blick aus dem Fenster nur langsam fallende Wattebäuschchen registriert, dann fährt auch schon unerwartet schnell die Adrenalinproduktion hoch:
Es schneit – und ich muss mit dem Auto ins Büro! Und da der Wecker heute schon drei Mal eins aufs Knöpfchen bekommen hat, ist der verspätete Einzug ins Büro auch schon vorgezeichnet, jetzt also Vollgas!

Im noch-immer-Pyjama-Look starte ich eiligst die täglichen Initialisierungsarbeiten: Raus aus dem Kuschelkostüm, duschen im Sparprogramm, rein in die Arbeitsrobe, Kaffee in die Birne und raus ins winterlich-dunkle Getümmel. Doch jetzt geht´s erst recht los!

Die gestern sauber beregnete Autofrontscheibe präsentiert sich heute als einwandfreies Speed-Skating-Eisfeld mit meterdickem Sahnehäubchen, der Griff und Kopfteil des Gratis-Eisschabers gehen nach kurzer Zweisamkeit ab heute getrennte Wege und die Hand fällt mir vor lauter Auto-Schneebefreiungsaktion mangels Handschuhen fast ab. Und überhaupt erscheint mir heute mein Auto etwa doppelt so gross wie sonst.

Der Druck auf die Funk-Fern-Entriegelung verrät mir, dass a) diese bei Minusgraden nicht ans Arbeiten denkt oder b) die Kälte der Batterie sauer aufstösst. Ich lasse mich nicht entmutigen und schiebe weiterhin tonnenweise der herrlichen Schneepracht von meiner tiefgefrorenen Blechbüchse, um dann endlich als Alternativ-Dosenöffnermethode meinen Autoschlüssel ins Schlüsselloch zu steck… KEIN SCHLÜSSELLOCH!?!

Ich kombiniere: Kein Schlüsselloch, nicht mein Auto, falsches Auto ausgebuddelt… NEIN!!!!!

So, jetzt reicht’s! Ich fahre heute nicht zur Arbeit, packe am Nachmittag meinen Göttibueb auf den Schlitten und mache es wie die Kinder: Ich freue mich über den Schnee. Vielleicht baue ich ja sogar einen Schneemann.

Schnee ist in erster Linie toll – für die kleinen und auch die grossen, erwachsenen Kinder.

Michael Thoma