Newsletter vom 20.09.2012

NEWSLETTER / 20.09.2012

Sehr geehrte Damen und Herren

Wenn eine Software-Firma über 20 Jahre Bestand hat, dann ist dies Grund genug, dies zu feiern.
Wir begehen dieses Jubiläum in diesem Newsletter mit fünf Geschichten aus fünf Standorten der Firma,
einem kleinen Gedicht in der Kommentarspalte und einem Interview mit dem Geschäftsführer Kurt Bleisch.

Viel Spass bei der Lektüre!
Michael Thoma
Organisation & Marketing

Geschichten aus unserer Geschichte

An jedem der fünf Standorte, wo softline intra AG Geschäftsräume hatte, schrieb die Firma Geschichten. Die folgenden Episoden sind Ausdruck der Mitarbeiter, ihren Arbeitsalltag mit Fantasie möglichst angenehm zu gestalten.

Logo softline intra AG

Sulz-Rickenbach – eng und gemütlich
1992 herrschten in der Informatik noch ganz andere Verhältnisse: Windows 3.1 war eben erschienen, der Arbeitsspeicher eines Computers war gerade mal etwa 2 MB gross, die klobigen Bildschirme zeigten atemberaubende 16 Farben und eine 30-MB-Festplatte war so gross wie eine Pizzaschachtel.
In dieser Zeit arbeiteten unsere Gründerväter in einer 1 1/2-Zimmer-wohnung, wo zwei Pulte mehr schlecht als recht Platz fanden. Die engen Verhältnisse erlaubten es nicht, einen Kopierapparat aufzustellen. Es sei denn, man ist offen für kreative Ideen: Ein Brett über der Badewanne bot genügend Stellfläche…

Berg-Dägerlen – die Koch- und Essgemeinschaft
Das Büro befand sich sous-terrain im Wohnhaus von Gründungsmitglied Markus Ellenberger. Das gab dem Betrieb eine familiäre Note. Da sich unter den Mitarbeitern genügend gute Köche finden liess, wurden die Wochentage einfach aufgeteilt. So war für das leibliche Wohl am Mittag jeweils gesorgt, und es durften viele Rezepte nach Lust und Laune ausprobiert werden.

Seuzach – das Wähenmail
Die Firma fand in Seuzach in einer ehemaligen Bankfiliale grössere Räumlichkeiten. Erstmals gab es mehrere Arbeitsräume und auch ein Sitzungszimmer mit einer kleinen Küche. Zur Tradition wurde das so genannte Wähenmail: Da der nahe gelegene Bäcker sehr gute Wähen herstellte, wurde beschlossen, für die hungrigen Mitarbeiter jeweils eine Sammelbestellung aufzugeben. Das Wähenmail ging Donnerstagmittag automatisch an alle Mitarbeiter, die dann bestellten. Manchmal waren am Freitag sogar zwei Personen notwendig, um die vielen Wähenstücke abzuholen.

Uster zum Ersten – flackernde Bildschirme
Damals waren Röhrenbildschirme Standard. Da sich das Gebäude nahe an der Bahnlinie befindet, führten die vom Bahnbetrieb produzierten elektromagnetischen Wellen dazu, dass beim Vorbeifahren einer Komposition sämtliche Bildschirme bis zur Unkenntlichkeit zu flackern begannen. Ein Zug kündigte also sein Vorbeifahren, lang bevor er auftauchte, auf unseren Bildschirmen an. Beim Vorbeifahren legten wir dann eine unfreiwillige, kurze Arbeitspause ein.

Uster zum Zweiten – das Wohlfühlbüro
Der Umzug in einen anderen Teil des Jockey-Verwaltungsgebäudes brachte eine bessere Unterteilung der Räumlichkeiten in drei Büros, Archiv, Küche, Sitzungs- und Besprechungszimmer. In den einzelnen Zimmern ist es dank Helligkeit, Grösse und vielen Pflanzen sehr angenehm zu arbeiten. Diese Bürolandschaft wurde schliesslich mit einem Aquarium ergänzt, wo kleine Fische die Mitarbeiter jeweils am Morgen begrüssen. Die schöne Einrichtung trägt dazu bei, dass sich die Mitarbeiter der softline intra AG hier wohl fühlen.

Das Interview: Heute mit Kurt Bleisch

Er schüttelt den Kopf, wenn er sieht, wie er früher programmiert hat, er weiss, dass Programmieren viel Kreativität voraussetzt, und er fordert seine Mitarbeiter heute viel mehr als früher.

M.T: Wie kamst du damals zum ersten Mal mit einem Computer in Kontakt?
KB: Ich konnte von einem Mitarbeiter in meinem Lehrbetrieb einen Sharp-Computer ausleihen. Dazu gab er mir ein Buch mit einem Ur-Basic. So lernte ich, meine ersten Programme zu schreiben.

M.T: Was damals Spielereien waren, das ist heute dein Beruf. Wie bist du zum berufsmässigen Programmieren gekommen.
KB: Ich bekam damals von der Vorgängerfirma von softline intra AG den Auftrag, eine Dokumentation zu schreiben. Nach einigen Monaten Mitarbeit fragten sie mich, ob ich Teil dieser Kollektivgesellschaft werden möchte.

M.T: Wie war es damals, von einem grösseren Betrieb mit bestehenden Strukturen zu einem Kleinstbetrieb, der ganz am Anfang stand, zu wechseln?
K.B: Zu Beginn fühlte ich mich etwas verloren. Ich musste mich zuerst an die Situation gewöhnen, mich selber für Regeln zu entscheiden, die für mich stimmen.

M.T: Was waren denn in der 20-jährigen Firmengeschichte die emotionalsten Momente?
K.B: Das war, als wir in der Anfangszeit Aufträge bestätigt bekamen. Oder als wir das erste Mal von einem, wenn auch geringen, Umsatz sprechen konnten. Es war die Freude, dass wir das selber erreicht hatten.

M.T: In den letzten 20 Jahren hat sich das IT-Business stark verändert. Welches sind die grossen Unterschiede?
K.B: Wenn ich heute betrachte, mit wie wenig Wissen ich damals an meine Aufgaben heranging, dann erstaunt mich das. Heute ist der Wissensstand ganz anders. Eines hat sich jedoch kaum verändert: Die Problemstellungen, mit denen unsere Kunden auf uns zukommen, sind ähnlich wie damals. Die Lösungen, die wir daraus erstellen, sind hingegen moderner.

M.T: Sind heute die Anforderungen der Kunden nicht höher?
K.B: Der echte Wert, der heute umgesetzt wird, ist nicht höher. Früher wurden 10% für die Grafik und 90% für die Leistung der Datenbank eingesetzt, heute ist es genau umgekehrt. Die Menschen haben viel mehr den Wunsch nach Ästhetik und Unterhaltung am Computer.

M.T: Der Chef einer Firma will aber einfach Funktionalität, oder?
K.B: Er schon, seine Mitarbeiter jedoch nicht. Er ist jedoch darauf angewiesen, dass seine Leute diese Lösung akzeptieren. Die Kunst ist, den Mix zwischen Einfachheit und guter Gestaltung zu finden. Gute Chefs haben beides im Fokus. Das sind meistens auch jene Kunden, bei denen es gut läuft.

M.T: Wo deine Mitarbeiter früher eher Computerfreaks waren, sind es heute ausgebildete Programmierer. Sind das ganz andere Mitarbeiter?
K.B: Was ich sagen kann: Das Programmierhandwerk hat sich verändert. Heute ist es ein Handwerk, es gibt eine Lehre, es gibt empfohlene Abläufe. Ein technisches Handwerk, das eine gewisse Kreativität braucht. Vieles ist jedoch einfach Fleissarbeit.

M.T: Kreativität ist ein Begriff aus dem künstlerischen Umfeld. Wo wird diese beim Programmieren gebraucht?
K.B: Kreativität wird immer wieder im Zusammenhang mit Benutzeroberfläche genannt. Das ist meiner Meinung nach der kleinere Teil. Viel wesentlicher ist: Ein Kunde kommt zu uns, weil es für seine Aufgabenstellung keine Software gibt. Meine Kreativität besteht darin, das Problem aus der Wirklichkeit so weit zu abstrahieren, dass dies im PC umsetzbar ist.

M.T: Gibt es Dinge, die du aus heutiger Sicht anders entscheiden würdest?
K.B: Es ist müssig, sich über früher gefällte Entscheide Gedanken zu machen. Nachdem ein Entscheid gefällt ist, lebt man damit. Man kann sich höchstens zu einem späteren Zeitpunkt anders entscheiden und den Entscheid so korrigieren.

Eine Erkenntnis aus den letzten 20 Jahren ist: Ich würde heute mehr fordern. Von meinen Mitarbeitern fordere ich heute sehr viel. Und ich glaube, dass sie sich wohl fühlen, weil sie sich einbringen können.

M.T: Mitarbeiter, die mit ihren Stärken gute Leistungen erbringen, sind auch glückliche Mitarbeiter.
K.B: Ja, das denke ich auch. Es geht für mich aber auch darum, Schwächen zu erkennen und diese anzugehen. Da fordere ich auch. Ich möchte nicht nur auf Stärken aufbauend fordern, man sollte auch bei den Schwächen ansetzen.

M.T: Da reagieren Mitarbeiter wahrscheinlich auch verschieden darauf.
K.B: Der Mitarbeiter muss Veränderungen wollen. Jeder muss die Motivation mitbringen, hier etwas zu leisten. Wenn ich jemanden immer wieder schieben muss, ist das schwierig. Ich kann einfach versuchen, mit spannenden Projekten und toller Zusammenarbeit die Motivation zu erhalten.

M.T: Welches sind die Gründe, weshalb Kunden so lange bei uns bleiben? Was machen wir besser als die Konkurrenz?
K.B: Da gibt es sicher verschiedene Gründe. Ich glaube jedoch, es ist die Zuverlässigkeit. Ein Kunde bekommt bei uns sehr schnell Antworten auf seine Fragen. Und wir schaffen es fast immer, abgemachte Termine einzuhalten.
Die Lösungen, die wir programmieren, sind nicht besser als andere. Sie entsprechen der Qualität, die der Kunde fordert und sind im Preisvergleich mit anderen absolut konkurrenzfähig.

M.T: Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in der Firma kaum. Was sind die Gründe, weshalb Mitarbeiter gerne bei uns sind?
KB: Es ist die Vielfältigkeit der Arbeiten. Wir können sehr gut darauf eingehen, was unsere Mitarbeiter gerne machen. Ein Mitarbeiter kann bei uns den ganzen Bereich eines Projekts von den Kundenverhandlungen bis zum Codieren übernehmen. Falls jemand hingegen lieber Analysen macht, dann kann er sich auch darauf fokussieren.

User-Tipp: Screenshot in Word

In Word 2010 kann man ein Bildschirmfoto (Screenshot) direkt aus dem Programm heraus erstellen und einsetzen lassen. Setzen Sie dazu den Cursor in Word an jene Stelle, wohin der Screenshot gesetzt werden soll. Wählen Sie oben im Menü Einfügen -> Screenshot. Im nun erscheinenden Popup-Menü können Sie eines der zurzeit geöffneten Fenster fotografieren. Oder Sie wählen Bildschirmausschnitt: Der gesamte Bildschirm wird nun milchig weiss. Selektieren Sie jetzt mit dem Fadenkreuz jenen Bereich, den Sie fotografieren und in Word einsetzen wollen.

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© softline intra AG, 8610 Uster, 2012

Kommentar

Normalerweise tönen Geburtstagsgedichte in Zeitungen etwa so:

«Nei, es isch würkli wahr
de Luca wird hüt 20 Jahr
es gratuliered dir jetzt da
Schwöschter, Mami und Papa.»

Wir von softline intra AG haben da unsere eigene Version:

«Sie
hät nie vill zschreie gha
nöd chönne trinke bi de Mama
hät au keini Windle gfüllt
und isch au hüt no unverhüllt.

Sie
isch da gsi uf ein Schlag
lauft scho sit em erschte Tag
hät vo Mitarbeiter gschwärmt
und vill Chunde kenneglärnt.

Sie
wachst, das nöd zgschwind
isch es liebs und gäbigs Chind
isst kei Brot und au kei Brät
und tuet nöd blöd ir Pubertät.

Sie
isch schnäll erwachse worde
hät nie aagfange überborde
isch dank eusrer guete Pfläg
sit 20 Jahr au beschtens zwäg.

Sie
wird nie Falte übercho
nie runzlig usgseh – oder so
ohni Creme und Sälbeli
immer schön & gschmeidig si.

Sie
hät für menge IT-Gsell
e gueti, tolli Arbetsstell
hüfig hämmer Riesespass gha
mit eusre liebe softline intra.»

Michael Thoma