Newsletter vom 21.12.2006

NEWSLETTER / 21.12.2006

Sehr geehrte Damen und Herren

Warum hängen an Weihnachtsbäumen anstelle von Äpfeln und Nüssen heute Glaskugeln? Wie wohl fühlt sich ein geschmückter Tannenbaum in der warmen Stube? Und was ist «divergentes Denken»? Unser Newsletter hat die Antworten darauf.

Ich wünsche Ihnen eine friedliche und bewegende Weihnachtszeit – und passen Sie besonders auf die Kugeln auf.

Daniel Princz
Stv. Geschäftsführer

Die Weihnachtskugel

Die Weihnachtskugel wurde einer Legende zufolge Mitte des 19. Jahrhunderts eher aus der Not geboren. Arme Glasbläser, die sich richtige Nüsse und Äpfel für ihren Weihnachtsbaum nicht leisten konnten, bliesen sich den Glasbehang selber. Der Weihnachtsbaumschmuck wurde in der Folge in Deutschland die protestantische Antwort auf die damals nur auf katholischer Seite verbreiteten Krippen.

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Alle Jahre wieder hängen wir das gläserne Rund ans stachlige Grün. Dabei mutet es fast etwas fremd an, das zarte Produkt feinen Kunsthandwerks auf dem eher groben Naturprodukt Tanne zu platzieren. Wir setzen mit den farbig-glänzenden Schönheiten einen Kontrast zum einheitlich-matten Grün, wir hängen die Kunst in die Natur, das Runde ins Spitzige, das (im wörtlichen Sinne) Hervorragende ins Tiefgründige – die Gegensätze könnten grösser kaum sein.

Die Weihnachtskugel fasziniert uns schon seit frühester Kindheit: Da ist ihr Glanz, in dem wir unser Spiegelbild sehen, etwas verzerrt zwar, jedoch nicht weniger amüsant. Es ist die goldene Krone, die aus ihr eine kleine Königin macht. Es ist ihre vollkommene Form, die keinen Anfang und kein Ende besitzt.

Es zeugt schon von grossem Vertrauen, dass wir diese zerbrechlichen Kugeln an einen so dünnen Faden hängen. Wie von Geisterhand gehalten scheinen sie im Raum zu schweben. Wir sehen den Faden kaum, wir wissen jedoch, dass er das wertvolle Stück sicher in der Höhe hält.

Es widerspiegelt das Urvertrauen, das uns in manchmal unwirtlichem Umfeld in der Höhe hält. Wir lassen uns vom Unsichtbaren tragen, wohl bewusst, dass unter uns der harte Boden droht. Die Weihnachtszeit als Zeit der Musse soll unsere Gedanken wieder vermehrt auf uns lenken, auf unsere Zerbrechlichkeit, auf unser Vertrauen in unsere «Aufhängung», aber auch auf unsere Fähigkeiten, Farbe ins Leben zu bringen, zu glänzen und Freude zu bereiten.

Es kommt jetzt wieder die Zeit, eine ruhigere Kugel zu schieben, sich bewegenden Momenten hinzugeben und leise mitzuschwingen.

Das Team der softline intra AG wünscht Ihnen eine stimmungsvolle Weihnachtszeit.

 

Das Interview: Heute mit Peter Niedermann

Peter Niedermann wird in der softline intra AG im Rahmen eines Wiedereinstiegsprogramms zu rund 25% eingesetzt, zum anderen Teil ist er IV. Bei seinem Unfall vor ca. 2 Jahren hat er ein mittelschweres Schädelhirn-Trauma erlitten, was einiges in seinem Leben verändert hat – nicht nur zum Schlechten.

46_20061220_Peter_200Michael Thoma: Was sind deine Hauptaufgaben bei der softline intra AG?

Peter Niedermann: Eine meiner Aufgaben ist die Betreuung des gesamten Netzwerks und der Hardware. Dies beinhaltet, dass alle Server sauber laufen, die Zugänge von aussen gewährleistet sind und Systeme wie Telefonanlage, ADSL und Sicherung funktionieren. Zusätzlich habe ich die Buchhaltung, Löhne und viele kleine Arbeiten von unserer Sekretärin und «guten Seele» Rahel Isgro, die zurzeit im Mutterschaftsurlaub weilt, übernommen.

M.T: Ist das nicht etwas viel für eine 25%-Anstellung?

P.N: Ich bin schon sehr froh, dass die Systeme recht stabil laufen und im Moment nicht so viel Arbeit geben. Was ich habe lernen müssen, ist bei zusätzlichen Aufgaben auch mal Nein zu sagen. Seit dem Unfall komme ich einfach sehr schnell an meine Leistungsgrenzen.

M.T: Die Firma softline intra AG hat am 16.11.06 neue Büros bezogen. Du hast die Organisation des Umbaus der neuen Räumlichkeiten und den Umzug offenbar mit sehr viel Freude übernommen. Liegen dir solche Aufgaben?

P.N: Ja, solche Aufgaben liebe ich. Wie ich gesehen habe, was sich mit diesen Räumlichkeiten machen lässt, hat es mich gepackt. Ich habe am gleichen Nachmittag noch die Räume ausgemessen und einen massstabgetreuen Plan gezeichnet.

M.T: Hast du in deinem bisherigen Leben schon mal einen Umzug dieser Art organisiert?

P.N: Nein, in dieser Art noch nie. Es war mir zu Beginn gar nicht so bewusst, worauf ich mich da einlasse. Ich überlegte dann, was da alles auf mich zukommen könnte und wer aus meinem Beziehungsnetz mir das Know-how liefern kann. Wenn man auf die Leute zugeht, erhält man alle Informationen. Ich hatte z.B. von einem Fachmann, dessen Job es ist, Umzüge von grossen Firmen zu organisieren, eine vollständige Checkliste.

Ich denke, es ist eine meiner Fähigkeiten, diese tausend Dinge, die im Hintergrund geschehen müssen, im Auge zu behalten. Aus meiner selbständigen Zeit habe ich ja viel Erfahrung, nur kann ich sie nicht mehr genau so leben wie früher, es fehlt die Ausdauer. Ich habe mich total überfordert, rein energiemässig.

M.T: Dieser Unfall schränkt dich scheinbar sehr stark ein. Gibt es nebst den negativen Folgen des Unfalls auch etwas Positives, was du ihm abgewinnen kannst?

P.N: Eine Folge des Unfalls ist, dass ich häufiger meiner Intuition folge. Früher war ich ein Mensch, der nur der Logik gehorchte. Heute kann ich beides kombinieren und ich merke, dass ich so mehr in kürzerer Zeit leisten kann. Mein Arzt nennt dies divergentes Denken.

M.T: Tönt interessant. Was ist das?

P.N: Divergentes Denken beinhaltet sowohl den männlichen, logisch-analytischen wie auch den weiblichen, intuitiven Teil. Divergentes Denken heisst, nicht nur eine logische und aus Erfahrung bestehende Lösung zu verfolgen, sondern offen zu sein, was es sonst auch noch sein könnte.

Wir Menschen greifen doch sehr gerne auf unsere Erfahrungen zurück. Wenn hingegen etwas Neues auf uns zukommt, dann können wir nur teilweise auf unseren Erfahrungsschatz zählen. Ein gewisser Teil ist neu, und diesen Teil musst du einfach zulassen.

Es geht darum, die Aufgaben, die dir das Leben stellt, so anzunehmen und als Herausforderung zu sehen. Auch wenn dir die Aufgabe nicht gefallen sollte, so gibt es doch immer einen Sinn, warum sie dir gestellt wird.

M.T: Von der Philosophie zurück zum Umzug der Büros. Ist der Umzug schon abgeschlossen oder gibt es Dinge, die noch nicht befriedigend gelöst sind?

P.N: Die Geräuschentwicklung der Server ist noch zu hoch, da ist ein weiterer Schallschutz notwendig. Auch der Lärmpegel der Klimaanlage ist noch ein Problem, da sich der Wärmetauscher draussen in unmittelbarer Nähe vom Schlafzimmer der Nachbarin befindet.

Und der vorderste Raum hat noch nicht die Stimmung, die ich mir wünsche. Ich weiss noch nicht, wie ich dies ändern kann. Im Moment hat er noch den Charme einer Wartehalle.

M.T: Gab es Enttäuschungen während des Umbaus und der Züglete?

Während des Umbaus muss man immer dafür sorgen, dass die Handwerker zum abgemachten Zeitpunkt erscheinen und ihre Arbeit so erledigen, dass der Erfolg gewiss ist. Unangenehm sind dann jene Angelegenheiten, wo ich Handwerkern schon während des Umbaus meine Unzufriedenheit mitteilen bzw. danach überhöhte Rechnungen bemängeln muss. Doch das gehört dazu. Die Freude der Mitarbeiter an den neuen Räumen wischt das schnell wieder weg.

 

User-Tipp: Tabulatoren in Word

45_20061220_IngwerIngwer ist deswegen für unsere Gesundheit wertvoll, weil diese Wurzel über 22 ätherische Öle verfügt. Sie wirkt antibakteriell, blutdrucksenkend, beruhigend, harntreibend, antiviral, entzündungshemmend, antirheumatisch und schleimlösend.

Sie enthält auch pflanzliche Hormonstoffe, die unsere Zellen jung erhalten. Diese Phyto-Hormone kurbeln die Produktion unserer körpereigenen Hormone an, die uns vor frühzeitigem Altern schützen. Ingwer ist daher auch ein «Jungmacher» für alle Menschen über 40.

Im gesamten asiatischen Raum gilt sie als Aphrodisiakum. Dieses wurzelartige Gebilde wird als Nahrung des Feuergottes bezeichnet, der nach indischer Vorstellung im Bauch des Menschen wohnt und nicht nur die Verdauung reguliert, sondern auch das Sexualleben steuert.

Eine besonders schnelle Zubereitung des Energie-Getränks: 3 bis 4 dünne Ingwer-Scheiben in eine Teetasse legen, mit kochendem Wasser übergiessen, das Ganze zugedeckt fünf Minuten ziehen lassen, danach durchseihen.

Tipp von Christine Thanner, Vitalitätsexpertin
http://vitalitaets-management.ch

User-Tipp: Tabulatoren in Word


42_20061123_InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnisse können sehr einfach erstellt werden, indem Sie in einem Word-Dokument mit Formatvorlagen arbeiten. Im letzten Newsletter können Sie deren Einsatz unter User-Tipp nachlesen (www.softline-intra.ch/newsletter.asp?nid=12)
Setzen Sie dann den Cursor an jene Stelle, wo das Inhaltsverzeichnis erstellt werden soll. Wählen Sie dann Einfügen – Index und Verzeichnisse und anschliessend das Register Inhaltsverzeichnis. Auf der linken Seite im unteren Bereich können Sie mit Seitenzahlen anzeigen, Seitenzahlen rechtsbündig und Füllzeichen das Aussehen des Inhaltsverzeichnisses beeinflussen. Die Änderungen werden sofort im Feld oberhalb angezeigt. Nach einem Klick auf OK erstellt Word das Inhaltsverzeichnis.

Unsere neue Adresse

Seit Juni 2002 hatten wir unsere Geschäftsräumlichkeiten in Uster an der Bahnstrasse 23. In diesen vier Jahren ist die Anzahl der Mitarbeiter in unserer Firma auf 11 gewachsen, Tendenz steigend. Da die Räumlichkeiten an ihre Kapazitätsgrenze stiessen, sind wir am 16.11.06 in grössere Büros im gleichen Gebäude umgezogen. Unsere neue Adresse lautet:

softline intra AG
Bahnstrasse 21
8610 Uster

Wir sind weiterhin unter der gleichen Telefonnummer für Sie erreichbar: 044 942 50 60

Zweck dieses Newsletters, Copyright

Diese Art der Korrespondenz ist absichtlich von uns gewählt worden, um wertvolle Naturressourcen zu schonen. Dieses E-Mail ist ausdrücklich nicht verschickt worden, um betriebliche Vorgänge zu stören und dient ausschliesslich dazu, auf einfachste Weise unverbindlich zu informieren. Falls unser Newsletter nicht erwünscht ist, so bitten wir um eine Mitteilung über den Newsletter-Abmelden-Button weiter unten in diesem Mail.

Alle Rechte sind vorbehalten. Der gesamte Inhalt dieses Newsletters ist urheberrechtlich geschützt. Dessen Verwendung ist – auch auszugsweise – nur mit der schriftlichen Zustimmung der softline intra AG erlaubt.

© softline intra AG, 8610 Uster, 2006

Kommentar

Der Nadelbaum gilt als Symbol des Lebens. Als einziger unter den statischen Waldbewohnern hält er auch im Winter so gut wie möglich an seiner Peripherie fest. Während Laubbaum & Co. im Herbst farbig anlaufen, alle Blätter von sich schmeissen und sodann gemütlich zum Winterschlaf übergehen, trotzt der Nadelbaum der klirrenden Kälte im Nadelstreifenanzug.

Diese tapfere Eigenschaft hat es ihm eingebracht, dass z.B. in Deutschland alle Jahre wieder gegen 21 Millionen Bäume in die geheizten Stuben wandern. Anstatt Schnee in der freien Natur werden sie sodann mit Süssem, Farbigem und Gläsernem belastet. Besonders fies sind die Kerzen, als wollte man dem Baum sagen: «Falls du nicht still hältst, verbrennst du dir selber die Äste.»

Zu den eher angenehmen Lasten gehören die Kugeln, auch wenn sie sich etwas breit machen. Zu allgemeiner Heiterkeit führt jeweils, wenn Kinder sich im spiegelnden Rund ansehen. Die Reaktionen reichen dann von Entzücken bis Staunen. Garfield drückt es als Frage aus:
«Is my nose really that big?»

Aus der Ferne gesehen bestaunen alle den Baumschmuck. Wie ist er doch so schön! Der Baumschmuck. Vom Baum spricht niemand. Der Arme, der völlig entwurzelt mit seinem Holzbein in der viel zu engen grünen Vase steckt, die doch eher einer aufgeplatzten Fusspumpe gleicht. Nein, so war es von der Natur eigentlich nicht gedacht!

Und trotzdem: Er gehört bei uns nun einfach zu Weihnachten so wie die lichterketten-geschwängerten Häuser zu den Amerikanern. A propos Amerikaner: Wissen Sie, warum die Weihnachtstage auch Fest-Tage genannt werden? Wenn jemand vor den Weihnachten noch nicht «fest» war, dann ist er es nach den Weihnachten ganz bestimmt. Kalorien ahoi.

Auch diesbezüglich tragen die Weihnachtskugeln eine tiefe Symbolik in sich. Sie machen es uns vor: Sie halten ihr Gewicht und bleiben in Form. Können wir dies von uns in der Weihnachtszeit auch behaupten? Geradezu zynisch jedoch ist, wie die Weihnachtskugeln dies erreichen:
Sie hängen rum. Und davon, lieber Leser, können wir nur träumen.

Michael Thoma