Newsletter vom 21.12.2017

NEWSLETTER / 21.12.2017

Sehr geehrte Damen und Herren

Transparenz – wir kennen den Begriff vom Transparentpapier her, mit dem wir im Geometrie- oder Zeichenunterricht hantierten. Transparenz durchzieht jedoch verschiedenste Bereiche unseres Lebens. Im diesjährigen Weihnachtsnewsletter durchleuchten wir den Begriff und zeigen Ihnen, wie eine transparente Weihnachtskarte aussieht.

Der Nutzen der Transparenz

Transparenz hat im alltäglichen Gebrauch ein durchaus positives Renommee: Sie durchleuchtet, legt offen und zeigt auf. Im Allgemeinen ist Transparenz etwas, das ausdrücklich erwünscht ist, worum wir uns bemühen und das in zahlreichen Situationen eingefordert wird. Sei es das umfassende Informieren in einer politischen Funktion, der Umgang in der Partnerschaft oder die ehrliche und offene Kommunikation im Geschäftsleben. Dabei unterscheiden wir zwischen Transparenz in der Vergangenheit und der Zukunft.

Weihnachtskarte_2017_20171130_th Weihnachtskarte_2017_Textblatt_20171207_th

Je nach Situation kann einem mehr oder weniger daran liegen, Licht in die Vergangenheit zu bringen. Wenn etwas schief läuft, wird der eine herausfinden wollen, wo Fehler passiert sind. Der Nutzen liegt hier darin, zukünftige Fehler zu vermeiden. Im Gegensatz dazu wird der andere alles daran setzen, Vergangenes zu kaschieren und Fakten verschweigen, nur um für ihn Unvorteilhaftes zu verwischen. In diesem Fall ist es Eigennutz und Eigenschutz.
 
Transparenz für die Zukunft will hingegen aufzeigen, wie man in welchen Situationen zu reagieren gedenkt. Man legt sich Pläne zurecht und kommuniziert diese heute schon gegen aussen mit dem Ziel, Menschen die von diesen Handlungen abhängig sind, Sicherheit zu geben. In der Politik findet Transparenz meist nur rückwirkend statt. Erklärungen zu finden, weshalb etwas wie passiert ist, ist einfacher als Vorhersagen zu machen. Hier sei der allseits bekannte Spruch zitiert: Prognosen sind immer schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Kann Transparenz auch hinderlich sein? Mit dem Aufzeigen aller Aspekte und Inhalte bis zum Boden wird viel Belangloses transportiert, das den Blick für das Wesentliche trübt. Ein Augenmass für die Quantität ist hier zielführend. Zusätzlich spielt das Timing eine grosse Rolle: Wenn ich einem Kunden am Vortag eines gesetzten Meilensteins kommuniziere, dass wir die Ziele nicht erreichen, so kommt diese Information zu spät. Transparenz macht Sinn, so lange es dem Umfeld etwas bringt.
 
Im Geschäftsalltag ist Transparenz als Teil der Firmenphilosophie ein Mittel, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen. Wer ehrlich ist und keine Fragen offen lässt, gewinnt das Vertrauen der Mitarbeiter. Offenheit ist der Nährboden, auf dem Vertrauen wachsen und gedeihen kann. Nur gemeinsames Tun, das von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist, führt schlussendlich zu erfolgreichem Zusammenarbeiten mit Wohlfühlfaktor.
 
Ja, Transparenz bringt einen Nutzen, solange sie quantitativen und qualitativen Anforderungen Stand hält. Dann wird sie zum wichtigen Faktor in der Kunden- und Mitarbeiterbeziehung.
 
Kurt Bleisch

Das Interview: Heute mit Luan Looser

Luan Looser ist im zweiten Lehrjahr als Applikationsentwickler bei softline intra AG. Er mag es, wenn nach getaner Arbeit ein sichtbares Resultat vorliegt, er gibt Facebook noch 10 Jahre und kommt günstig zu selber entworfenen Kleidern.

DSC05816

Michael Thoma: Warum hast du dich bei der Wahl deines Berufes für die Informatik entschieden?
 
Luan Looser: Ich wollte immer etwas machen, wo man sichtbare Resultate bekommt. Entscheidend war der Zukunftstag, an dem ich meinem Onkel, der Wirtschaftsinformatiker ist, über die Schultern schauen durfte.
 
M.T: Gab es andere Berufe, die in die engere Wahl kamen?
 
L.L: Das KV hätte ich mir auch vorstellen können. Schliesslich habe ich mich aber gar nicht eingehender damit beschäftigt.
 
M.T: Kannst du die Inhalte, die dir in der Berufsschule vermittelt werden, hier im Geschäft verwenden?
 
L.L: Im ersten Lehrjahr eigneten wir uns viel Grundwissen an. Teilweise haben wir die gleichen Module wie die Systemtechniker, wo wir unter anderem auch PCs auseinandernehmen. Die Programmiersprache C++ zum Bespiel, die wir in der Berufsschule lernten, ist hier im Geschäft kein Thema.
 
M.T: Gibt es Themen, die du als «unbrauchbar» einstufst?
 
L.L: Wir haben uns ein Semester lang sehr intensiv damit beschäftigt, wie man Strom mit Widerständen berechnet, und wir wissen nun viel darüber. Natürlich ist es als Informatiker wichtig, dies zu kennen. Allerdings werde ich niemals eine solche Berechnung machen müssen. Der Lehrer hatte ganz einfach viel Freude am Thema.
 
M.T: Wenn du könntest, welche Noten würdest du deinen Lehrern geben?
 
L.L: Schwierig waren Lehrpersonen, die von der ersten Lektion an selbständiges Arbeiten erwarteten. Damit waren einige überfordert. Es wurde uns nicht klar kommuniziert, was wir zu tun hatten. Wir haben Lehrer, die sehr kompetent sind, die Vieles aus der Praxis mitbringen, also keine Theoretiker sind. Die einen sind Unternehmer, andere machen das nebenberuflich.
 
M.T: Welche Arbeiten liegen dir hier in der Firma mehr, welcher weniger?
 
L.L: Alles was direkt mit Programmieren zu tun hat mache ich sehr gerne. Dinge wie Dokumentieren liegen mir weniger.

M.T: Dann bist du also ein ganz typischer Programmierer. Warum dokumentiert der Programmierer nicht gerne?
 
L.L: Wenn das Programm steht, ist die Arbeit erledigt. Man weiss, was man gemacht hat und möchte das Ganze nicht nochmals durchgehen. Ich habe immer so lange Freude an einer Arbeit, solange ich noch nicht weiss, wie es am Schluss aussehen wird. Das Dokumentieren ist dann eine reine Routinearbeit, die das Ganze nochmals aufrollt.
 
M.T: Welche Eigenschaften gehören zu einem guten Programmierer?
 
L.L: Logisches Denken, Hartnäckigkeit beim Finden von Fehlern, Konzentration. Wichtig ist, dass man sich nicht zu lange in etwas verbeisst, sondern sich Rat bei Mitschülern oder Mitarbeitern holt. Manchmal liegt die Lösung darin, einen Sachverhalt einem Mitschüler zu erklären. Häufig findet man dann gemeinsam, wo der Knopf liegt.
 
M.T: Thema Social Media. Wo bist du dabei, welche Plattformen nutzt du häufig?
 
L.L: Auf Instagram und Snapchat bin ich mehrmals täglich, dort sind auch meine Freunde. Von den Jungen braucht kaum mehr jemand Facebook, das ist etwas für die «Alten». Das zeigen auch neuste Umfragen. Facebook wird in 10 Jahren keine Rolle mehr spielen.
 
Instagram ist einfacher in der Bedienung, auch das Löschen von Bildern ist einfacher.
 
Snapchat hat den Vorteil, dass du die «Lebensdauer» eines Bildes und/oder eines Textes limitieren kannst, z.B. auf 5 oder 10 Sekunden. Falls der Empfänger einen Screenshot macht, bekommst du eine Meldung. Und das macht Snapchat bei den Jungen so beliebt.
 
M.T: Was gibt es sonst noch Wichtiges in deinem Leben?
 
L.L: Ich bin daran, einen Webshop aufzubauen.
 
M.T: Was bietet ihr da an?
 
L.L: Kleider. Meine Freundin designt die Kleider und ein Kollege ist in Verbindung mit einem Hersteller in China.
 
M.T: Ziel ist, viel Geld damit zu verdienen.
 
L.L: Nicht nur, wir kommen so an selber entworfene, günstige Kleider. Die Werbung läuft dann über alle die Kontakte, mit denen wir verlinkt sind. Wenn meine Freundin ein Foto hoch lädt, dann sehen das gleichzeitig ihre etwa 10000 Abonnenten.

User-Tipp: Markieren in Word mit Dreifachklick

Eine der häufigsten Aktionen in Word ist das Markieren von Textteilen. Das Überfahren von Passagen mit gedrückter Maustaste kennt jeder. Den Doppelklick, um ein einzelnes Wort zu markieren, ist wahrscheinlich den meisten bekannt. Weniger häufig sieht man jedoch den Dreifach-Klick, mit dem ein ganzer Absatz gekennzeichnet werden kann. Was aber ist ein Absatz? 

Ein Absatz ist jener Textabschnitt, der sich zwischen zwei Absatzmarkern (¶) befindet. Um sich diese in einem Worddokument anzeigen zu lassen, klicken Sie unter Start auf den Button mit dem Zeichen ¶. Wenn Sie nun dreifach auf ein Wort klicken, markiert Word den ganzen Absatz, in dem sich dieses Wort befindet. Das folgende Beispiel zeigt das Vorgehen.

Dreifach_Klick

Zweck dieses Newsletters, Copyright

Diese Art der Korrespondenz ist absichtlich von uns gewählt worden, um wertvolle Naturressourcen zu schonen. Dieses E-Mail ist ausdrücklich nicht verschickt worden, um betriebliche Vorgänge zu stören und dient ausschliesslich dazu, auf einfachste Weise unverbindlich zu informieren. Falls unser Newsletter nicht erwünscht ist, so bitten wir um eine Mitteilung über den Newsletter-Abmelden-Link weiter unten in diesem Mail.

Alle Rechte sind vorbehalten. Der gesamte Inhalt dieses Newsletters ist urheberrechtlich geschützt. Dessen Verwendung ist – auch auszugsweise – nur mit der schriftlichen Zustimmung der softline intra AG erlaubt.

© softline intra AG, 8610 Uster, 2017

Kommentar:

Es hat heftig gescheppert, als vorgestern ein voll besetzter Linienbus unserem betagten VW Golf mit einem kraftvollen und erfolgreichen Annäherungsversuch ein jähes Ende setzte. Beule – Totalschaden – entsorgen – neuen suchen.
 
Der Autoverkäufer versilberte wortgewandt die vor uns stehende Blech-Kunststoff-Gummi-Synthese auf vier Rädern. Als ehemaliger Automechaniker habe ich mich allerdings darin geschult, Autos zu durchschauen. Ebenso durchsichtig erscheinen mir die Aussagen des Verkäufers.
 
«Der ehemalige Besitzer ist sehr sorgsam mit dem Auto umgegangen». Ein Blick auf die Innereien verrät mir: «Der von einem Zappelphilipp malträtierte Fahrersitz sieht aus wie nach einem dreiwöchigen Dauerbelastungstest.»
 
«Dieses Auto hat keinen Rost und der Glanz des Lacks ist eine Augenweide.» Heisst für meinen Röntgenblick und mein Ohr mit aktiviertem Marketing-Sprachfilter: «Die Hülle wurde an mehreren Stellen so dünn überpfuscht, dass sich jedes Stück Blattgold als übergewichtig fühlen muss. Es wird wohl nur einige Wochen dauern, bis Rostblasen flächendeckend spriessen.»
 
Seine Aussage: «Das ist eines der beliebtesten Modelle.» Das sehe ich eher so: «Wenn du mit diesem Haufen bei deinen Freunden vorfährst, werden diese subito einen neuen Weltrekord über 200 Meter Sprint hinlegen.»
 
«Nein, neiiiin, das ist selbstverständlich kein Unfallauto.» Nach einem Rundgang um das Vehikel steht für mich fest: «Die äusserlich sichtbaren Bauteile stehen so schräg zueinander, dass dies hier eher mit einem neu gestarteten Mikado als einem unfallfreien Auto vergleichbar ist.
 
Nein danke, da gehe ich lieber zu Fuss. Das Einzige, was hier richtig transparent ist, sind die Socken des Verkäufers – Golfsocken mit 18 Löchern.

Michael Thoma