Newsletter vom 07.09.2017

NEWSLETTER / 07.09.2017

Sehr geehrte Damen und Herren

Wie führt man ein IT-Projekt zum erfolgreichen Abschluss? Lesen Sie im Artikel Projekt als Prototyp von Kurt Bleisch, wo das Geheimnis liegt, Projekte budget- und kostentreu durchzuführen. Bei SBB und BLS hat dieses Vorgehen überzeugt.

Im Kommentar geht es dann um eine etwas andere Planung: Projekt «Nachwuchs».

Viel Vergnügen beim Lesen.
Das softline intra Team

Projekt als Prototyp

Grossen IT-Projekten wird in den Medien oft ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Falls sie fertiggestellt werden, sieht die Budget- und Termin-Seite unvorteilhaft aus. Je grösser das Vorhaben ist, umso eher läuft es aus dem Ruder. Gibt es Lösungsansätze? Projekt als Prototyp kann ein Weg sein.

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In der Analysephase werden Informationen gesammelt, die es den Programmierern erlauben eine Software zu schreiben, die den Anwendern genau jene Funktionalitäten bietet, die sie sich wünschen. Bei grossen Projekten besteht die Schwierigkeit, dass die User in der Analysephase noch gar nicht imstande sind, ihre Wünsche und Anforderungen präzise zu formulieren. Sie können häufig nur Annahmen machen. Zudem ist das Umfeld heutzutage einem so starken Wandel unterzogen, dass zu Beginn gestellte Anforderungen sich im Verlaufe des Projekts verändern oder irrelevant werden.

Das führt dazu, dass entweder die Entwicklung durch viele Anpassungen verzögert wird oder der Anwender ein nicht einsatzfähiges Produkt erhält. Beides ist teuer und zeitaufwändig. Aufgrund dieser Erfahrungen haben wir in der Vergangenheit das Projekt als Prototyp eingesetzt.

Als Teil des Projekts wird ein Prototyp erstellt. Dafür werden Technologien eingesetzt, die flexibler und in den Entwicklungskosten günstiger sind. Die Prozesse werden mit dem Prototyp durchgespielt und eingeschliffen. Das Ganze erfolgt produktiv, es fallen auch produktive Daten an. In diese Phase fallen viele Anpassungen, die effizient umgesetzt und dokumentiert werden.

Vorteile

  • Es vergeht weniger Zeit, bis die Anwender die praktischen Prozesse nutzen können.
  • Die Änderungen werden am günstigeren Prototyp vorgenommen.
  • Nach der Prototypphase kann entschieden werden, welche Prozessschritte wie umgesetzt werden.
  • Es können unnötige Prozesse weggelassen werden.
  • Die Daten sind nutzbar.

Mit diesen Vorgaben kann anschliessend die Umsetzung in der Zielumgebung wie SAP, Posity oder Web effizient erfolgen. Während der Umsetzung arbeiten die Anwender in der Prototyp-Umgebung weiter.

Unsere Erfahrungen bei Projekten von SBB und BLS haben gezeigt, dass dieses Vorgehen eine erhebliche Kostenreduktion bringt. Zudem erhöht es die Qualität des Endprodukts, da aufgrund präziserer Vorgaben zielgerichteter programmiert werden kann.

Es gibt durchaus Wege, grosse Projekte auch im IT-Business erfolgreich abzuschliessen. Gefragt sind hier alternative Herangehensweisen, die aus unserer Erfahrung das Potenzial haben, die Quote der budget- und terminkonformen Abschlüsse deutlich anzuheben.

Kurt Bleisch

Software aus unserem Haus: AppStarter

Das Problem ist in der IT hinlänglich bekannt: Wenn ein User im Filesystem eine Datei wie z.B. .exe oder .accde startet, setzt Windows im gleichen Ordner eine entsprechende Sperrdatei. Ein anderer User kann die Datei zwar auch starten, jedoch kann die Datei nicht ersetzt werden. Die Sperrung der Datei bedeutet, dass auch die IT keine Möglichkeit hat, an der Applikation gleichzeitig Korrekturen vorzunehmen oder diese weiterzuentwickeln.

Funktionsweise des AppStarters

Der AppStarter legt beim Starten einer Applikation eine Kopie der Hauptversion beim Benutzer lokal ab und öffnet diese. Die Sperrdatei befindet sich dann im lokalen Ordner, die Originaldatei bleibt unberührt. So kann die IT jederzeit an der Hauptversion arbeiten und überschreiben.

Ein weiterer Vorteil der lokalen Kopie: Für die Installation sind keine besonderen Rechte notwendig. Die Funktionsweise ist mit der von ClickOnce vergleichbar, AppStarter kann jedoch auch mit Nicht-.Net-Projekten wie z.B. ACCDE umgehen.

Ablauf

Wenn der Benutzer den AppStarter doppelklickt, vergleicht dieser den Inhalt der zwei Ordner, die unter zu kopierender Ordner und Ziel-Ordner eingetragen sind. Alle Dateien, die im Ziel-Ordner fehlen, werden in den zu kopierenden Ordner kopiert. Falls sich im zu kopierenden Ordner eine neuere Datei befindet, wird die gleichnamige Datei im Ziel-Ordner überschrieben. Dies geschieht immer dann, wenn der User das Programm neu startet.


 Nutzen

Gesperrte Dateien behindern die Arbeit der IT-Abteilung in Zukunft nicht mehr. Sie kann die Zeit besser nutzen und Bugs schneller beheben. Auch das Publizieren von Updates erfährt eine Erleichterung: Mit dem App-Starter wird die IT neue Versionen nur noch an einem Ort veröffentlichen müssen.


Kontakt

Programmiert wurde die Software von Sergio Meier, Tel 044 942 50 60 oder sergio.meier(at)softline-intra.ch

User-Tipp: Worddokumente vergleichen

Sie haben zwei ähnliche Worddokumente, das eine ist das Original, das andere eine Bearbeitung. Falls Sie herausfinden wollen, welches die Unterschiede sind, gibt’s dafür einen einfachen Weg.

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  • Wählen Sie in Word Überprüfen – Vergleichen – Vergleichen.
  • Wählen Sie im nun erscheinenden Fenster oben links das Originaldokument und oben rechts das überarbeitete Dokument.
  • Klicken Sie auf Ok. Word erzeugt nun ein neues Dokument, in dem alle Zeilen, die Veränderungen enthalten, links mit einer roten Linie markiert sind.
  • Ein Klick auf eine rote Linie auf der linken Seite zeigt die Veränderung im Text an.

Unsere Grafik zeigt folgende Teile:

  1. Originaldokument
  2. überarbeitetes Dokument
  3. das von Word neu generierte Dokument
  4. die Veränderung im Text

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Kommentar

Für das Ehepaar Pfister war immer klar: «Wir wollen ein Kind.» Und ein Mädchen wird es, da waren sie sich absolut sicher. Um dem Ganzen eine Form und einen Namen zu geben, starteten sie das Projekt «Ana-Luisa». Die Anforderungen wurden höchst präzise formuliert und säuberlich notiert:

  • schläft von Anfang an immer ganze Nächte durch
  • hält auf dem Wickeltisch dicht
  • isst anständig, was auf den Tisch kommt
  • verwechselt Stühle nicht mit Schaukelpferdchen
  • räumt sein Zimmer 1x wöchentlich unaufgefordert auf
  • spielt mit seinen Gspänli brav und in Minne
  • bedient sich nur positivem Vokabular wie z.B. «ja Mami»
  • ärgert sich, wenn die Erwachsenen ihre Schuhe kreuz und quer vor der Eingangstüre auftürmen
  • geht jeden Abend spätestens um 20.00 Uhr freiwillig ins Bett
  • geht im Warenhaus kommentarlos am Süssigkeiten-Stand vorbei
  • behält auch in den Ferien den Status «quengelfreie Zone»
  • findet Wanderungen mit Besuchen von historisch wertvollen Stätten überaus toll
  • leiht sich neue Kleider für den Ausgang immer budgetschonend bei Nachbars Töchtern aus
  • benötigt für Toilettenartikel höchstens 400 Quadratzentimeter Stellfläche

Die Wünsche wurden dann nicht bis ins Detail erfüllt. Das Resultat war ein ganz normales Kind, das Nächte lang durchbrüllt, Essen aller Art diagonal durch die Wohnung schleudert und mit der Ordnung in seinem Zimmer jedem Gold-Edition-Messi locker den Müll reicht.

Für das Ehepaar Pfister war jetzt klar: Der Anforderungskatalog wurde zwar nicht erfüllt, die Lieferung lieben sie trotzdem sehr!

Michael Thoma